Mein Ciabatta

Heute möchte ich euch mal etwas aus meiner Küche zeigen. Ich bin bei weitem keine super Bäckerin und schöne Fotos meiner Rezepte werdet ihr vermutlich vergeblich suchen, denn ich bin kein Foodstylist :D aber darum geht es ja auch nicht, sondern um gutes Essen. Ein leckeres und einfaches Rezept, versprochen! Denn, ich stehe mit dem ganzen Backzeugs auf Kriegsfuß. Ich kann es einfach nicht. Das Ciabatta habe ich anfangs nach einem Rezept aus dem Internet gebacken. Leider ähnelte mein Brot am Ende mehr einem schnöden Weißbrot, aber mit Ciabatta hatte es leider nicht viel gemeinsam. Also habe ich getüftelt und habe es nun schon so oft gebacken, dass ich das Rezept und die Art wie ich es backe gerne an euch weitergeben möchte. Viel Spaß beim Backen und guten Appetit!

Arbeitsaufwand

Inkl. der verschiedenen Ruhe-/Gehzeiten des Teiges braucht es:

 

2 Std. 10 Min.

  • ca. 10. Minuten Vorbereitung
  • 1 Std. Gehzeit
  • 15 Minuten Gehzeit
  • 15 Minuten Gehzeit
  • ca. 30 Minuten Backzeit

 

Zutaten

Ich habe mein Ciabatta mit Weizenmehl, aber auch schon mit hellem Dinkelmehl gebacken (das von Gut und Günstig hat sich dabei sehr bewährt, es gehen natürlich auch vollwertigere Mehle) . Geschmacklich finde ich das Dinkelmehl sehr nah am Original. Am Ende ist es Geschmacksache.

 

Du benötigst:

  • 400 g Mehl Typ 1050 
  • 1 Würfel 42 g Frischhefe
  • ca. 200 ml lauwarmes Wasser (nicht zu warm, da sonst die Hefekultur zerstört wird)
  • 20 ml Olivenöl (wahlweise auch ein anderes geschmacksneutrales Öl)
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Zucker

 

Außerdem brauchst du:

  • entweder Muskelkraft oder eine Küchenmaschine mit Knethaken
  • Küchenwaage
  • Backpapier

Los geht´s

Da der Teig einige Zeit zum Gehen braucht und es warm mag, mach schon mal die Heizung an, am besten in der Küche, denn da ist der Weg nachher am kürzesten ;)

 

Mische zunächst die Fischhefe mit etwas von dem lauwarmen Wasser, bis die Hefe vollständig aufgelöst ist und gebe das Mehl, Zucker und Salz hinzu. Gib solange Wasser hinzu, bis der Teig schön geschmeidig ist. Die Masse ist locker, nicht zu fest, aber auch nicht flüssig. Es erinnert eher an Kaugummi ;)

 

Nun muss der Teig an einem warmen und zugluftfreien Ort für eine Stunde gehen. Bei mir in der Küche ist es sehr warm, daher reicht eine Stunde völlig aus. Der Teig sollte sich mindestens verdoppeln, besser verdreifachen. 

Anschließend etwas Mehl oben drauf streuen, um den Teig leichter aus der Rührschüssel zu heben.

 

Der Teig sollte schon luftig und locker sein, jedoch nicht so flüssig, dass er wegläuft. Wenn das der Fall ist, gib noch etwas Mehl hinzu, bis sich der Teig leicht formen lässt, ohne sofort auseinanderzulaufen. Hier hab ich mal ein Video gemacht, wie die Konsistenz sein sollte. 

 

Backpapier auf das Backblech und bemehlen. Teile den Teig in zwei Hälften und forme sie zu zwei länglichen Laiben. Anschließend mit einem Küchentuch abgedeckt 20 Minuten gehen lassen. Nach dem Gehen müssen die Laibe einmal gewendet werden und nochmal 20 Minuten gehen, damit sich die Luftblasen noch mal in die andere Richtung ausdehnen. Ich hab es auch schon ohne diesen Schritt versucht, aber das Ergebnis war nicht so schön, wie nachzwei mal Gehen lassen mit einmal Wenden.

 

Jetzt schon mal den Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
 

Da der Teig nicht nur nach oben, sondern auch zur Seite auseinandergegangen ist, forme die Seiten wieder etwas zusammen. Einfach die Seiten zur Mitte leicht zusammendrücken. Der Laib oben ist nach dem Gehen, darunter der gewendete und geformte Laib.

Wenn der Teig das zweite mal für 20 Minuten gegangen ist, forme die Seiten noch mal zur Mitte hin nach. Einfach die Seiten etwas zur Mitte drücken. Nicht mehr von oben drücken!

 Nun bei 180 Grad auf der mittleren Schiene für ca. 30 Min. ab in den Ofen. Für eine besonders knusprige Kruste die Laibe nach 10 Min. mit etwas Wasser besprühen und eine hitzebeständige Schüssel mit Wasser auf den Backofenboden stellen. Die Kruste sollte leicht goldbraun sein. 

Das Ciabatta schmeckt am besten nach dem Auskühlen am selben Tag. Wer es am nächsten Tag noch genießen mag, sollte es am besten in eine luftdichte Verpackung geben oder einfrieren. Kurz auf den Toaster mit Rost legen, in Scheiben schneiden und genießen.

Guten Appetit!

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Kommentare: 1
  • #1

    Jessica (Donnerstag, 27 April 2017 20:51)

    Oh, das klingt voll gut und wird am Wochenende gleich ausprobiert!
    Danke fürs Teilen des Rezeptes!
    LieGrü, Jessica